Seminare im Rahmen der Stotterer-Selbsthilfe

Hilfe zur Selbsthilfe

Kommunikation im Alltag

Ehe und Partnerschaft  

Das psychologische Umfeld des Stotterns

Stottern verändern - aber wie?

Supervision der Gruppenarbeit  

Verspannung und Stress

Vom Problem zur Lösung: Entspannung und Selbsthypnose.

Wege der Kooperation

 

 

Als Beispiel der Vielfältigkeit der Ansätze hier einige Beispiele meiner Seminare im Rahmen der Stotterer-Selbsthilfe

Hilfe zur Selbsthilfe

Man muß schon einiges tun, um zum Fachmann in eigener Sache zu werden. Das betrifft sowohl das Thema Stottern oder die Frage: Wie kann ich mein Stottern verstehen? Und das betrifft das Thema Selbsthilfe: Wie kann ich mir alleine oder in einer Gruppe selber helfen? Weitere Informationen zum Thema sind zu finden unter : Selbsthilfe geht nicht von selbst

Kommunikation im Alltag

Zwei Menschen reden miteinander. Sie glauben, sich zu verstehen. Was versteht der eine vom anderen wirklich? Wissenschaftler sagen: 80 – 90 % von dem, was wir verstehen, entsteht nicht dadurch, was konkret gesagt wird, sondern durch das, was drumherum geschieht: Durch das, was wir durch unseren Körper ausdrücken, durch die augenblickliche Situation, in der wir uns befinden, unsere Einstellungen dazu und die Vorgeschichte, usw. Deshalb ist es fast ein Wunder, wenn zwei Menschen glauben, sich zu verstehen. Und wie oft kommt es vor, daß man hinterher klüger ist und sagen muß: So habe ich das nicht gemeint! Da ist entweder etwas ganz anderes von mir rübergekommen - oder der andere hat mich nicht richtig wahrgenommen, wie durch eine verzerrte Brille. – Gemeinsam wollen wir uns über unsere Erfahrungen in der Kommunikation austauschen, über die Brillen, die jeder unbewußt auf seiner Nase trägt oder die Scheuklappen, die natürlich die anderen haben. Vielleicht können wir sogar ein wenig mehr von uns selbst und unserer Wirkung auf andere erfahren und so mehr Sicherheit in der Kommunikation gewinnen.

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Ehe und Partnerschaft

Männer und Frauen verstehen sich ja doch nicht. Und immer zieht es sie wieder zueinander hin. Sollte man es nicht doch lieber lassen? Bis dass der Tod Euch scheidet? Oder doch nur „Lebensabschnittsgefährte“? Oder alleine leben. Kinder kriegen? Um Gottes willen! Gott? Hat der heute noch was damit zu tun? Wie sehe ich mich als Vater, Mutter? Was sind für Wünsche in mir? Was verbinde ich mit einer Verbindung? Was habe ich von meinem Elternhaus an Erwartungen, an guten und schlechten Erfahrungen mitgenommen, schleppe sie vielleicht tief in meinem Rucksack mit mir herum, ohne es zu merken? Einstellungen, Traditionen. Was bedeutet es für mich, ein Mann, eine Frau zu sein – und was erwarte ich von meinem Partner, meiner Partnerin? Über Sexualität reden wir lieber nicht! Um Gottes .... ne, lieber nicht...oder doch? Über Flirten, sich kennen, lieben lernen – über die ewige Treue aus Überzeugung oder aus Mangel an Gelegenheit und über das Fremdgehen, den One-night-stand. Spielt Stottern bei dem ganzen eine Rolle? Hemmungen? Fragen über Fragen. Antworten? Vielleicht finden wir sie gemeinsam im miteinander Reden und Machen und Tun. Vielleicht kommt jeder für sich auf den einen oder anderen neuen Gedanken und findet den Mut, etwas Neues auszuprobieren. Sich klarer werden über das, was man will und wie man es erreichen kann. Ich werde dabei einige Anregungen geben, mal sehen, was „hinten raus kommt“.  

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Das psychologische Umfeld des Stotterns

Hilfe zur Selbsthilfe durch
Kognitive Verhaltenstherapie und Hypnotherapie

Es ist eine Tatsache, dass ich stottere. Man hört es, man sieht es, ich selber spüre es, ich tue es. Das ist das Eine. Dann gibt es aber noch das Andere: meine Bewertung meines Stotterns. Da frage ich mich: was bedeutet mir mein Stottern, was kommen dabei für Gedanken, Gefühle, welche innere Haltung habe ich meinem Stottern gegenüber, wie drückt sich diese innere Haltung nach außen aus und wie nehmen mich dementsprechend meine Zuhörer wahr - ganz abgesehen von der Tatsache, dass ich stottere? Diese Unterscheidung von Tatsachen und Bewertungen ist die Grundlage der kognitiven Verhaltenstherapie. Die Hypnotherapie geht noch einen Schritt weiter, indem sie diese innere Haltung wie eine selbst gemachte Trance versteht: ich hypnotisiere mich selbst und produziere so traumwandlerisch meinen nächsten Stotterblock. Das alles hört sich an wie Theorie. Es kann aber ganz praktisch werden, wenn wir uns das mal ganz genau ansehen. Wenn ich merke, wie ich mir durch meine Bewertung meines Stotterns selbst ein Bein stelle und dadurch erst recht ins Stolpern komme, kann ich es vielleicht auch anders machen und damit günstigere Voraussetzungen schaffen, damit mich meine Schritte wie von selbst fließend zum Ziel hin tragen.

Zu den Inhalten des Seminars siehe "Stottern als misslungener Selbsthilfeversuch"

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Stottern verändern - aber wie?
Ziele und Wege im Stotter-Alltag

Es führen bekanntlich viele Wege nach Rom. Aber will ich nach Rom? Übertragen auf meine Ziele bei der Veränderung  meines Stotterns lässt sich gleichfalls fragen:

- will ich mein Stottern durch eine Sprechtechnik ersetzen und dadurch symptomfrei werden?

- will ich lernen, Stottern nicht mehr zu vermeiden, will ich mein Stottern zulassen, es verflüssigen?

- Oder steht Stottern für mich an zweiter Stelle, ist die Arbeit an meiner Persönlichkeit, meiner Durchsetzungsfähigkeit, meinem fehlenden Selbstvertrauen im Vordergrund?

- Will ich überhaupt etwas an meinem Stottern tun? Oder reicht es mir, wenn ich mich einfach besser fühle, auch mit meinem Stottern Dinge im Leben erreichen kann, die mich zufrieden machen?

Das alles sind Fragen nach meinen Zielen. Aber woran würde ich merken, wenn ich mein Ziel erreicht habe? Wie würde sich das für mich anfühlen, wie würde ich mich dann verhalten, mich sehen, wie würden andere mich erleben? Und wenn ich mir das jetzt schon deutlich vorstellen kann, was hindert mich daran, schon jetzt so zu tun, als hätte ich mein Ziel erreicht? Wir sind nah dran an der Veränderung, hier beginnt ein wenig Hypnotherapie. Schaun wir mal, wie weit wir im Seminar bereit sind, Veränderungen zuzulassen.

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Supervision der Gruppenarbeit

Es ist schon schwierig, sich zu zweit über das zu einigen, was man will. Häufig weiß ich es ja selbst nicht einmal so genau. Mich irgendwie etwas wohler fühlen, irgendwie was an meinem Stottern tun. Und dann gehe ich in eine Gruppe und treffe da Leute, die vielleicht auch irgendwie was tun wollen. Vielleicht habe ich ja Glück und einer weiß schon, was er will. Und dann kann ich mich da dranhängen. Das ist ja das, was ich vielleicht auch sonst gerne mache: mich an irgendjemanden dranhängen. Aber oft genug bekomme ich dann doch nicht, was ich mir erhofft habe. Ich werde unzufrieden, bekomme Zweifel, ob das denn so das Richtige für mich ist. Aber irgendwie ist es auch ganz nett, unter Leuten zu sein. Was soll ich da groß ändern? Wenn ich Pech habe, stehe ich wieder ganz alleine da - mit meinem Stottern.

Tja. Das ist eine Möglichkeit, wie jemand Gruppe erleben kann. Hast du Lust, mal über Deine Erfahrungen in Deiner Selbsthilfegruppe zu reden? Es wäre gut, wenn Du auch noch andere aus Deiner Gruppe mitbringen könntest. Zusammen mit Mitgliedern anderer Gruppen können wir Gemeinsamkeiten und Unterschiede erarbeiten und so einmal als eine Art Supervision das Besondere in Deiner Gruppe ansehen. Wir können dabei Methoden diskutieren und direkt erproben, die jedem in seiner Selbsthilfegruppe ermöglichen, sich noch wohler zu fühlen.  

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Verspannung und Stress auflösen und Krankheit vorbeugen
durch bewussten Umgang mit sich selbst,
bewusste Ernährung, bewusste Gestaltung der Umgebung

Vier Tage Abstand vom Stress im Alltag. Innere Verspannungen auflösen, die eigene Ener­gie wieder fließen lassen. In Stille und Meditation bewusst werden, was ich alles geschluckt oder in mich hineingefressen habe: an Ballast, an Unverdaulichem, das mir schwer im Magen liegt, auf der Seele drückt, den Körper verspannt. Mir Zeit nehmen für eine Besinnung auf meine ganz eigenen Bedürfnisse, auf das, was mir wichtig ist, was mir meine innere Sicherheit, meine Kraft und Zufriedenheit gibt.

Methoden der Entspannung, Meditation und Selbsthypnose, Übungen über den Zusammenhang von Denken, Fühlen und körperlichem Stress oder Wohlbefinden sollen neue Möglich­keiten für den Umgang mit dem eigenen Stress eröffnen.
Aber nicht nur der Seele, auch dem Körper wollen wir eine ge­sunde Kost zufügen: gemeinsam werden wir unter Anleitung unsere vegetarisch- vollwertigen Mahlzeiten zu­bereiten und mit Hilfe von theoretischen Grundinformationen eine neue Form der Ernährung finden.

Dies alles findet statt in einem komfortablen Seminarhaus, nach biologisch-geistigen Grundsätzen liebevoll mit Stil eingerichtet, in einer ruhigen aber landschaftlich reizvollen Umgebung. In der Nachbarschaft von Wäldern und Wiesen, können wir die Natur genießen.  

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Vom Problem zur Lösung: Entspannung und Selbsthypnose.

Entspannung ist loslassen, den Körper, den Geist. Entspannt sein kann heißen, sich frei zu machen von einengenden Gedanken oder Vorstellungen, bereit sein für die Entwicklung einer Lösung. Wer sich auf Probleme konzentriert und daran festhält, wird sie nie loslassen können. Unterscheide zwischen Problemen und Tatsachen und der Bedeutung, die du beiden gibst. Löse Dein Problem, indem Du Dich von ihm löst, von Deinen Gedanken und Vorstellungen über das, was du Dein Problem nennst. Gib Dir eine Chance, die Dinge auf eine andere Art zu betrachten. Erlaube Dir, Dein Problem loszulassen und Dich in Richtung einer Lösung zu entwickeln. Konzentriere Dich auf Deine positiven Erfahrungen und verstärke sie. Probleme und Lösungen sind zwei ganz verschiedene Dinge. Hänge an Deinen Problemen oder entscheide dich für Deine Lösung.

Dies ist ein sehr verkürztes Beispiel für einen lösungsorientierten Ansatz in der Hypnotherapie und z.B. in der Stottertherapie sehr nützlich als Ergänzung für die übenden Verfahren wie van Riper und Hausdörfer. Wer etwas auf den Geschmack kommen möchte, wird sich im Arbeitskreis entspannen und vielleicht sogar eine eigene Lösungstrance erleben können. Wir werden autogenes Training und die progressive Muskelentspannung anwenden und darüber hinaus noch einiges über Trance erfahren.

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Wege der Kooperation

Stottertherapie als Verführung zur Selbsthilfe

Eine gute Stottertherapie - insbesondere bei erwachsenen Stotterern - ist immer auch eine Anleitung zur Selbsthilfe. Diese "Anleitung" kommt jedoch in manchen Fällen einer "Verführung" gleich. Kommt ein stotternder Mann, eine stotternde Frau in eine Therapie, dann erwartet er bzw. sie - etwas überspitzt formuliert - , dass das Stottern schon irgendwie "weggemacht" wird, gleichsam einem Geschwür, das herausoperiert werden kann. Innerhalb des Therapiezimmers mag das ja fast noch gelingen. Der notwendige Transfer nach draußen ist jedoch nur möglich, wenn der oder die KlientIn einen Weg findet, das Gelernte auch außerhalb des Therapiezimmers anzuwenden und dabei die Schwierigkeiten der konkreten Situation alleine zu überwinden. Hier die notwendige Einstellung und Motivation zu schaffen erfordert oft alle Verführungskünste des/der TherapeutIn.

In dem Seminar möchte ich einen Erfahrungsaustausch darüber anregen, wie TherapeutInnen ihre KlientInnen auf diesen Weg führen und sie begleiten. Vorgestellt wird ein Modell zur Entstehung des Stotterns, das - wenn es vom Klienten angenommen wird - nützlich sein kann für anstehende Veränderungen. Grundlage dafür ist ein hypnotherapeutisches Konzept in Anlehung an van Riper: Die konkrete Stotterblockade wird verstanden als eine "Fähigkeit" des Individuums, auf eine gegebene Situation sinnvoll zu reagieren. Veränderung wird ermöglicht durch eine Erweiterung dieser Fähigkeit und ein Herausgehen aus der "Stottertrance".

Wünschenswert wäre, wenn TherapeutInnen anwesend sind, die eigene Fälle vorstellen, um sie gemeinsam mit allen Teilnehmern kollegial zu supervidieren. In Absprache mit dem oder der jeweiligen KlienteIn kann es sehr sinnvoll sein, wenn TherapeutIn und KlientIn gemeinsam am Seminar teilnehmen und sich so gemeinsam neue Möglichkeiten der Kooperation eröffnen.  

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http://www.bvss.de/